Montag, 4. April 2011

Hochwasser in Bremen 1881 - Markierung im Schnoor

An vielen Orten in Bremen stolpert man über winzige Markierungen, die an eine der schlimmsten Katastrophen erinnern, die in Bremen je stattgefunden hat: das verheerende Hochwasser von 1881.


Das Drama begann eigentlich schon im Dezember 1880, als die begradigte und aufgestaute Wümme sich im Blockland ihren Weg durch die Deiche brach. Eine Fläche von 30 Quadratkilometer , vor allem die Stadtteile Findorff und Schwachhausen wurden vollstänig überflutet und standen drei Monate lang bis zum Bahnhof unter Wasser. Noch im vorderen Teil des Bürgerparks stand das Wasser einen Meter tief und die Gäste des Parkhotels reisten mit Booten an – bis das Ganze sich zu allem Überfluss in eine riesige Eislauffläche verwandelte.
Und während der Norden Bremens noch mit den Wassermassen zu kämpfen hatte, kam das Wasser im Februar 1881 auch von der anderen Seite: Durch starkes Tauwetter erreichte die Weser ihre Höchstgeschwindigkeit, bis schließlich auch hier die Deiche brachen. Nun war ganz Bremen überschwemmt, nur die Altstadt auf der so genannten Domdüne ragte wie eine Insel aus den Fluten.
Markierungen finden sich z.B. in der Marterburg im Schnoorviertel am Concordenhaus, am Treppenaufgang der Wilhelm-Kaisen-Brücke, an der Polizeiwache im Bürgerpark
Auch die Stelle an der der Wümme-Deich 1880 brach, wurde mit einer Holztafel versehen - noch viel auffälliger ist aber die acht Meter tiefe 'Große Brake' zwischen Niederblockland 14 und 15, die aufgrund des Deichbruchs entstand.

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