Montag, 24. Januar 2011

Die Sieben Faulen

Eine der bekanntesten Bremer Sagen ist die Sage der 'Sieben Faulen':


Die Geschichte spielt im Stephaniviertel, vor langer Zeit, als dieses noch nicht bebaut war. Das Ackerland wurde von armen Bauern bewirtschaftet - und von einem dieser Bauern erzählt unsere Geschichte.
Der Mann hatte zwar viel Land, aber war bitterarm. Er hatte sieben Söhne - sieben sehr faule Söhne. Das einzige was sie taten war schlafen und essen. So waren sie bald in der ganzen Nachbarschaft als die Sieben Faulen bekannt.


Eines Tages jedoch wurde ihnen recht langweilig.
So zogen sie von Hof zu Hof, boten überall ihre Dienste an. Doch keiner wollte einen faulen Knecht. Und so zogen sie weit hinaus in die Welt.
Nach Jahr und Tag kehrten sie zurück und waren völlig verändert: Sie hatten in fernen Landen viel gelernt und veränderten den väterlichen Hof.


Sie zogen Gräben zur Entwässerung, Dämme zum Schutz vor Hochwasser und Dornhecken um die Tiere fernzuhalten. Die Nachbarn schüttelten die Köpfe und tuschelten, die jungen Männer seien faul wie eh und je - sie seien zu faul nachts aufzustehen um die Tiere selbst zu verscheuchen.
Sie pflasterten die Straße, weil sie zu faul seien, ihre Schuhe zu putzen. Sie gruben einen Brunnen, weil sie zu faul seien, Wasser in Eimern heranzuschleppen.
Die Brüder errichteten ein Haus neben dem anderen, so dass eine ganze Straße entstand - die so genannte Faulenstraße.

So weit so gut. Natürlich ist das Ganze nur eine Sage. Der wahre Hintergrund der Bezeichnung 'Faulenstraße' sieht etwas anders aus. Aber das ist eine andere Geschichte und die erzählen wir beim nächsten Mal...



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