Sonntag, 5. Dezember 2010

Tee trinken im Schnoor? Im Teestübchen!

Als Bremerin und obendrein Stadtführerin muss man sich auch mal daran erinnern, dass das Schnoorviertel nicht nur etwas für Touristen ist...so ging es vor Kurzem mit Muttern im Schlepptau am Weihnachtsmarkt vorbei ins ruhige Schnoorviertel. Und siehe da, fast vier Stunden vertrieben wir uns dort die Zeit und landeten abschließend im Teestübchen an der Wüsten Stätte.
Von außen scheint es sich nur um einen kleinen Laden zu handeln, für Tee und Zubehör - doch es gibt eine extrem schmale Treppe, die in die Gasträume führt.
Auf zwei Etagen finden sich jeweils ca. 15 Plätze an Tischen für 2 bis 8 Personen. Es herrscht himmlische Ruhe, es duftet nach Tee und Kaffee und alles wirkt sehr behaglich. Der Trubel in den Gassen scheint weit weg, nur an den vorderen Fensterplätzen bekommt man einen Eindruck von der Außenwelt.
Man fühlt sich sofort wohl, auf dem Tisch stehen zwei Stövchen und so schreitet man zur Wahl - eine Qual, denn es gibt über 80 Teesorten! Dazu gibt es eine verlockende Kuchenauswahl.
Eine sehr patente Dame nimmt zügig die Bestellung auf und bringt nach entsprechender Wartezeit die Kannen mit dem perfekt durchgezogenen Tee und den Kuchen - stilecht im typisch weißblauen Teegeschirr.
Dazu bringt sie die passenden Zusätze, denn die 'Morgensonne', eine Kräuterteemischung, 'möchte bitte mit Honig genossen werden', die 'Schnoor-Melange', ein Schwarztee hingegen mit Milch. An diese Empfehlung sollte man sich halten - und genießen. Auch den Kuchen: sehr, sehr lecker!
Also ihr lieben Bremer, macht den Touristen öfter mal einen Platz streitig!
Ich trinke ab sofort jeden Morgen 'Morgensonne', den hab ich mir nämlich unten gleich einpacken lassen...

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