Montag, 8. November 2010

Marterburg, Bremen


Im Bremer Schnoorviertel gibt es eine Straße, die einen recht schaurigen Namen trägt: Marterburg. Für diesen Namen gibt es eine einfache Erklärung - die ist aber langweilig. Ich erzähle Euch lieber die gruselige Legende, die dazu entstanden ist:
Anfang des 10.Jahrhunderts wurde  die Stadt Bremen von Ungläubigen überfallen, der Dom wurde in Brand gesetzt und die Priester gefoltert. Doch den Bremern kam das Wetter zu Hilfe - ein mächtiges Gewitter zog über die Stadt und einige der Angreifer wurden mitten auf dem Domshof vom Blitz getroffen. So waren die Bremer das erste Drittel der Räuber los. Das zweite Drittel floh zur Weser, zu ihren Booten. Doch durch die Dunkelheit konnten sie nicht sehen wo genau sich das Ufer befand, fielen in die Weser und ertranken jämmerlich. 
Die restlichen Gauner liefen ins Schnoorviertel, wo sie in den engen Gassen Schutz suchten. Doch weit gefehlt, hier war es besonders gefährlich, denn hier standen die Bremer Frauen parat, die die Stadt um jeden Preis verteidigen wollten. Sie standen in den oberen Stockwerken an den Fenstern und hatten Schüsseln parat gestellt - voll mit siedend heißem Öl. Dieses Öl gossen sie auf die Angreifer, die in der schmalen Gasse bei lebendigem Leib 'frittiert' wurden - sie starben einen martervollen Tod, an den noch heute der Straßenname erinnern soll.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen