Sonntag, 10. Oktober 2010

Kraniche beobachten bei Bremen

Sie sind wieder da! Tagtäglich kann man sie jetzt hören, die Gänse und Kraniche, wenn sie über die Stadt hinweg fliegen. Wer dann stehen bleibt und den Kopf in den Nacken legt hat schnell viele Leute um sich, die sich fragen, warum man da so steht und guckt. Sind doch nur Vögel. Wer aber einmal wirklich bei Sonnenuntergang aufs Feld gefahren ist und dort die einfallenden Schwärme der Zugvögel gesehen hat, weiß, warum da einer so steht und guckt. Und bleibt auch stehen. Wer einmal morgens um fünf das Glück hatte, mit einigen Biologen in eisiger Kälte zwei Stunden lang mit heißem Tee darauf zu warten, dass sich wie auf ein geheimes Zeichen Tausende Kraniche plötzlich unter lautem Rufen minutenlang aus dem See erheben - ja, der verinnerlicht diese Geräusch für alle Zeiten. Und bleibt beim kleinsten Ruf reflexartig stehen, schaut in den Himmel, lächelt und denkt 'Schön, dass ihr wieder da seid!'
Wie klingen denn nun Kraniche? Hier einmal zum Vergleich der Ruf von Graugänsen und von Kranichen:
Ruf der Graugans
Ruf des Kranichs
Wer einmal richtig viele Kraniche sehen will, fährt nach Mecklenburg-Vorpommern: in der Boddenlandschaft zwischen Stralsund und Rostock stehen derzeit 42.000 Kraniche! Aber auch bei uns kann man sie beobachten. Von Bremen aus kann man z.B. ins niedersächsische Huvenhoopsmoor fahren. Dort stehen zwar mit 6.000 weitaus weniger, was aber nicht weniger beeindruckend ist.
Hier hört man kurz vor Sonnenuntergang aus allen Himmelsrichtungen das Trompeten der Kraniche, die in Formationen über die Aussichtstürme hinwegfliegen.
Und hier nun für Euch einen Anfahrtsbeschreibung zu einem Kranichrastplatz in der Nähe von Bremen am Huvenhoopsee:
Von Bremen über Worpswede Richtung Gnarrenburg fahren, am Dancing Club in Karlshöfen rechts nach Glinstedt abbiegen.
In Glinstedt links nach Augustendorf. Hinter einem Waldstück auf der rechten Seite erscheint plötzlich direkt neben der Straße Moorlandschaft, hier gibt es einen ersten Aussichtsturm. Zwei Linkskurven weiter, hinter der Eisenbahnstrecke befindet sich auf der rechten Seite der Landstraße ein Parkplatz. Hier beginnt der Moorerlebnispfad, der unter anderm zu einem Ausguck führt, von dem aus man einen schönen Blick auf das Moor und die einfliegenden Zugvögel hat.
Außerdem kann man auf dem Moorerlebnispfad spüren, wie der Moorboden federt, wie es sich anfühlt, bis zu den Knieen im Moor zu versinken oder wie früher mit Stangen über die Gräben springen. Ein echter Ausflugstipp für alle Stadtkinder!

Kommentare:

  1. Es war sehr schön gestern!!!

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  2. danke für den Tipp, wir waren eben dort und auf dem Weg dorthin haben wir tausende Kraniche gesehen. lG Kathrin

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  3. Liebe Kathrin, das freut mich sehr! :-) LG Katharina

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  4. Der Kranich ist wirklich einer der majestätischsten Vögel. Ich habe Ihn auch schon einmal beobachtet. Kraniche in der Gruppe zu beobachten ist wirklich ein imposantes Erlebnis.

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